Fragen und Antworten zum neuen Handicap ab 2002

Das neue ÖGV-Vorgabensystem

Das neue ÖGV-Vorgabensystem (ÖGV-VS) als auch die ÖGV-Spiel- und Wettspielordnung (ÖGV-SWSO) sind seit 30.3.2002 gültig.

Ziele:

Das ÖGV- Vorgabensystem darf nur von Mitgliedern des ÖGV verwendet werden. Eine Vorgabenverwaltung auf Grundlage des ÖGV-Vorgabensystems darf von ÖGV-Mitgliedern nur für deren Mitglieder erfolgen!

Vergleich des alten und neuen Vorgabensystems

BISHER...
...wurde die Schwierigkeit eines Golfplatzes ausschließlich durch den Längenstandard (SSS) definiert. Gemäß dem altem Vorgabensystem erfolgte eine Handicap-Herabsetzung sofort, die Hinaufsetzung aber erst am letzten Freitag des Monats, dem sog. "Congu-Freitag".

SEIT 30. 3. 2002...
Alle Vorgaben gemäß altem Vorgabensystem wurden aufgrund dieser Umstellung dem neuen ÖGV-Vorgabensystem angepaßt , d. h. auf Basis der Abschläge gelb/rot "konvertiert", und diese Umrechnung auf einen "Standardplatz" mit einem Slope 113 erfolgte zentral über den ÖGV-Server. Die neue ÖGV-Stammvorgabe, nunmehr auf Zehntel genau, muß dann jeweils auf die entsprechende Spielvorgabe umgerechnet werden. Jeder Spieler hat damit auf jedem Platz/Abschlag eine andere Spielvorgabe.


Stammvorgaben-Konvertierung

Mit der Einführung des CR-Systems in Österreich wurden alle Stammvorgaben konvertiert.

Diese Umrechnung der bestehenden Stammvorgaben nach SVS (Standard- und Vorgabensystem) auf einen fiktiven Standardplatz mit einem Slope von 113 wurde zentral über den ÖGV-Server vorgenommen und erfolgte nach nachstehender Formel:

Stammvorgabe x 113 : Slope Heimatclub

In der Regel (Ausnahme z.B. GC2000) wurde der Slope der Standard-Abschläge (gelb/rot) dafür herangezogen. Diese Stammvorgabe scheint dann nun auf der ÖGV-Karte auf!

Vorgabeninstanz ist nach wie vor der Heimatclub! Ihr neues Stammvorgabenblatt (seit Beginn der vorgabenwirksamen Spielsaison am 30.3.2001 über Web-Interface mittels persönlichem Pin-Code abrufbar) beginnt mit der Konvertierung.

Herauf- und Herabsetzungen der ÖGV-Stammvorgabe müssen nach jeder vorgabenwirksamen Runde SOFORT erfolgen.

Für einen fairen und korrekten Spielbetrieb ist eine ständig "upgedatete" Stammvorgabe erforderlich, die durch das zentrale Stammvorgabenverwaltungs-System erreicht wird. Mit welcher Vorgabe ein Spieler "auf die Runde geht" weiß er immer erst, wenn er seine ÖGV-Stammvorgabe an die Schwierigkeit des Platzes von den konkret zu spielenden Abschlägen angepasst und zur dafür geltenden ÖGV-Spielvorgabe umgerechnet hat.

Die Ermittlung der ÖGV-Spielvorgabe für den betreffenden Abschlag erfolgt ausnahmslos über die Formel:

ÖGV-Stammvorgabe x (Slope Rating / 113)- (CR-Wert) + Par = ÖGV-Spielvorgabe

Für die Berechnung ist die Stammvorgabe im "Plus"-Bereich mit einem + zu versehen, alle anderen Stammvorgaben sind mit einem - zu versehen.
In allen Clubs wird es in Zukunft Spielvorgabentabellen geben, aus denen die ÖGV-Spielvorgabe für den betreffenden Abschlag abgelesen werden kann.


Gruppeneinteilung bei Turnieren, Puffer

Die Gruppeneinteilung bei Turnieren sowie die Höchstvorgabenbegrenzung muß nach dem ÖGV-Stammvorgaben erfolgen und nach Möglichkeit unter Berücksichtigung der 6 neuen Vorgabeklassen erfolgen:

1: bis-4,4
2:-4,5bis-11,4
3:-11,5bis-18,4
4:-18,5bis-26,4
5:-26,5bis-36,0
6:-37,0bis-54,0

Die Pufferschläge, welche bei Überschreitung der Spielvorgabe noch zu keiner Änderung der Stammvorgabe führen wurden um einen Schlag (mit Ausnahme der Vorgabenklasse 1) reduziert und betragen nunmehr:

1:2 Schläge
2:2 Schläge
3:3 Schläge
4:4 Schläge
5:5 Schläge
6:keine
Sowohl Unter- als auch Überspielungen müssen sofort berücksichtigt werden, wobei diese Änderungen über den zentralen ÖGV-Server geführt werden. Die Verwaltung der Stammvorgaben obliegt dem jeweiligen Heimatclub.

In den Vorgabeklassen 2 bis 6 können unbegrenzt EDS (Extra Day Scores)-Runden gespielt werden, allerdings dürfen mit Ergebnissen aus den EDS-Runden keine Vorgabenklassen -Grenzen ( -36,0; -26,4; -18,4; -11,4; -4,4) überschritten werden. EDS-Resultate sind Stableford-Nettoergebnisse aus vorgabewirksamen Privatrunden, die unter vorgabewirksamen Bedingungen und den speziellen Regelungen (sind unbedingt einzuhalten!) im Heimatclub erzielt werden.

Spieler mit Turniererlaubnis TE (Clubvorgabe -45, bisher EPE - erweiterte Platzreife), die eine Regelprüfung erfolgreich abgeschlossen haben, dürfen mit ihrer Clubvorgabe (nicht wie bisher -36)
am Turnier unter Berücksichtigung der Clubvorgabenanpassung teilnehmen.

Die ÖGV-Golfclubs sind angehalten, bei vorgabewirksamen Turnieren die ÖGV-Regularien wie

ÖGV ID-Nummer, Pin-Code

Mit der ÖGV-Clubkarte 2002 erhält jeder Spieler neben der Mitgliedsnummer auch eine ÖGV-ID-Nummer. Diese Nummer ändert sich nicht, auch wenn der Spieler den Heimatverein wechselt oder im Club nur Zweitmitglied ist. Die ÖGV-ID-Nummer ist auf dem Magnetstreifen der ÖGV-Clubkarte gespeichert. Die ÖGV-ID-Nummer ist für jede Turnieranmeldung notwendig und wird in den Clubs über die ÖGV Clubkarte durch ein Lesegerät abgefragt. Bis Saisonbeginn werden die Clubs über dahingehend aktualisierte Soft- und Hardware verfügen.

Die Stammvorgaben werden zwar zentral im Internet über www.golf.at geführt, die Vorgabenverwaltung obliegt aber nach wie vor dem Heimatclub, der die Vorgabeninstanz ist. Die Clubs müssen vor Turnierbeginn die aktuellen Stammvorgaben vom ÖGV-Server abfragen bzw. sind verpflichtet, die Turnierergebnisse umgehend an den ÖGV-Server zu senden.

Pin-Code

Um die Datensicherheit zu gewährleisten, erhält jedes Club-Mitglied über seinen Heimatclub einen PIN-Code, der ihm über WEB-Interface einen Zugriff auf sein Stammvorgabenblatt ermöglicht, um seine Stammvorgabe zu kontrollieren. Der Spieler ist gemäß ÖGV-Vorgabensystem, wie auch schon bisher, für seine Stamm- und Spielvorgabe selbst verantwortlich.

ÖGV-Clubkarte

Der ÖGV-Clubkarte, auf der 2002 die "konvertierte" ÖGV-Stammvorgabe aufscheint, kommt durch das neue ÖGV-Vorgabensystem für den vorgabenwirksamen Spielbetrieb eine zentrale Rolle zu. Daher ist es besonders wichtig, daß bei jeder vorgabenwirksamen Runde die ÖGV-Clubkarte vorgewiesen und somit eine korrekte Abwicklung ermöglicht wird.

Welche Vorteile ergeben sich für die Golfspieler aus dem neuen System:

Frequent Asked Questions